Mit großer Vorfreude und positiven Erwartungen sind wir in diese Saison gestartet. Zum ersten Mal ging es für unsere D2 nicht nur ums Mitspielen, sondern um Siege, Punkte und Tabellenplätze. Neun Spieltage später fällt die Bilanz auf dem Papier jedoch mager aus: 1 Sieg, 1 Unentschieden und 7 Niederlagen.
Doch Ergebnisse erzählen nicht die ganze Geschichte.
In vielen Partien waren wir auf Augenhöhe mit unseren Gegnern. Oft entschieden kleine, unglückliche Momente die Spiele. Spielerisch war eine klare Entwicklung zu erkennen, Mut und Fortschritt waren sichtbar – auch wenn es am Ende nicht immer gereicht hat.
Die letzten drei Wochen hingegen waren schwierig: nicht nur, was die Ergebnisse betrifft. Auch die spielerische Entwicklung stagnierte, wirkte teilweise wie ein Schritt zurück. Aber genau an diesem Punkt mussten wir Trainer uns selbst hinterfragen.
Bei Fehlern wurde von außen häufiger kritisiert, anstatt ermuntert und unterstützt. Nach Spielen sprachen wir lange über Analyse und Verbesserung. Aus erwachsener Sicht evtl. verständlich – aber für Kinder überwiegend zu schwer, zu lang, zu ernst.
Entwicklung im Jugendfußball verläuft nicht linear. Sie wachsen in Wellen – mit Höhen und Tiefen, mit Siegen und Niederlagen, mit Erfolgen und Rückschlägen.
Gleiches gilt für uns im Trainerteam.
Was wir jedoch als größte Bestätigung finden, ist die Tatsache, dass trotz aller Rückschläge in den letzten Wochen, die Kinder beim nächsten Training wieder auf dem Platz stehen.
Mit Spaß. Mit Bereitschaft. Mit dem Wunsch, besser zu werden.
Wir sind dankbar, eine so tolle Truppe betreuen zu dürfen.
Wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft dieser Mannschaft.
Denn wir sind überzeugt: Der Weg ist am Ende entscheidender als die Tabelle.
Autor: D2-Trainer Björn Kreuz


